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Die Schreibfibel wird in dieser Form nicht weiter geführt.

Beliebte und wesentliche Elemente der Schreibfibel werden aber auf meinem zentralen Informationsportal

fortgeführt werden: www.mehner.info/html/deutsch.html

Ihr Tintenkleckser

Wessobrunner Gebet

 

Althochdeutsch, altbairisch
Aufgezeichnet um 800 im Kloster Wessobrunn
 

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Dat gafregin ih mit firahim
firi uuizzo meista: Dat ero ni
uuas noh ufhimil, noh paum noh pereg ni uuas, ninoheinig noh sunna ni scein
noh mano ni liuchta noh der
mareo seo.

Das erfuhr ich bei den Menschen als 
der Wunder größtes:
Daß Erde nicht war noch oben Himmel,
noch Baum noch Berg nicht
war,
noch irgendwas, noch Sonne
nicht schien,
Noch Mond nicht leuchtete, noch das
herrliche Meer.

Do dar niwicht ni was enteo ni
wenteo,
enti do was der eino almachtico
cot
manno miltisto,
enti dar warun auch manache mit
inan cootliche geista,
enti cot heilac.

Als da kein Wesen nicht war an Enden 
und Wenden,
da war doch der eine allmächtige
Gott
das mildeste aller Wesen,
und bei ihm waren viele herrliche
gute Geister,
und Gott ist heilig.   

Cot almahtico,
du himil enti erda gaworachtos,
enti du mannun so manac coot
forgapi,
forgip mir in dino ganada
rehta galaupa
enti cotan willeon,
wistom enti spachida enti craft,
tiuflun za widarstantanne,
enti arc za piwisanne
enti dinan willeon za gauurchanne.
 

Gott allmächtiger,
der du Himmel und Erde wirktest 
und der du den Menschen so mannigfach Gutes gegeben,
gib mir in deiner Gnade
rechten Glauben
und guten Willen,
Weisheit und Klugheit und Kraft,
den Teufeln zu widerstehen,
und das Arge zurückzuweisen
und deinen Willen zu tun.

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