Zum neuen Betriebssystem von Microsoft:
Hasta la Vista, Bill!
Vor Jahren schrieb ein Leser in einer PC-Zeitschrift: “Microsoft-Anwender sind Sklaven, Apple-Anwender Jünger!” Das blieb hängen bei mir , da ist was dran! Wer einmal mit Apple gearbeitet hat, der weiß, was er hat, und was er vorher nicht hatte! Meine Oma ist heute fast 80 Jahre alt - sie arbeitet immer noch mit dem Apple IIc von 1986. Das ist Kontinuität!
Big Bill, was soll man von ihm halten? Reichster Mann der Welt, etc. bla, bla, schon oft gehört, schon oft gelesen. Irgendwie scheint er aber den Hals nicht voll zu kriegen, gönnt anderen kein Erfolg: als Antwort auf MP3 kreierte Microsoft das Windows Media File-Format. Als Google auf Erfolgskurs ging, gründete Microsoft die Suchmaschine live.com mit erstaunlich ähnlich nüchterner Oberfläche wie der Konkurrent. Aber an dessen Algorythmus scheint man bei Microsoft doch nicht mitzukomm - tja, Bill, das ist der Rythmus, wo jede Suchmaschine mit muss! Und nun möchten die Weltbeglücker in Seattle (Gates: in jedem Haushalt soll ein PC) sogar dem eingeführten JPEG-Format den Kampf ansagen, und durch ein neues aus dem Hause Microsoft ersetzen! Bei soviel “Ehrgeiz” (ein anderes Wort verkneife ich mir hier), ist das Wörtchen “Micro” im Firmennamen fast schon Hohn.
Big Apple - soviel Marktmacht zu brechen, tut sich sogar die EU-Kommission schwer: Millionen-Strafen? Das zahlt MS aus der Portokasse. Hier sind die Verbraucher, die Anwender gefragt, auf Alternativen und/oder Open-Source-Programme auszuweichen. Ich für mich selbst habe Vista zum Anlass zum Wechsel genommen: mein “Nächster” wird ein Mac! Fragen Sie mal einen Macy, was er von “seinem” Apple hält - sie werden vor den ersten Worten leuchtende Augen sehen! So mache auch ich es: Mac her, und: hasta la VISTA, Bill!
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